In der Rechtsanwaltskanzlei wird das Honorar üblicherweise nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) berechnet, es gibt also kraft Gesetzes vorgegebene Gebührenpositionen. Allseits bekannt ist der Gegenstands- oder Streitwert als Bemessungsgrundlage für die zu erhebenden Gebühren. Hierauf seien Sie bitte noch einmal hingewiesen. Das gilt z.B. in Zivil-, Verwaltungs- oder Steuerverfahren. Das RVG kennt aber auch Rahmengebühren, z.B. im Strafverfahren, und die Gebührenvereinbarung.

Da das RVG für die steuerliche Beratung nur sehr eingeschränkt anwendbar ist, gilt im Steuerberatungsbereich die Steuerberatergebührenverordnung (StBGebV), in der auch weitgehend der Gegenstandswert angewendet wird.

In umfangreichen oder schwierigen Fällen - z.B. in Steuerstrafsachen - muß u.U. ein Zeithonorar vereinbart werden.

Es ist im übrigen nach der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) unzulässig, geringere Gebühren und Auslagen zu vereinbaren oder zu fordern, als das RVG vorsieht.